Als der Krieg nach Hause kam

Screenshot der Webseite von digitalpast

Screenshot der Webseite von digitalpast

Eine Gruppe von jungen Historikern hatte zum 75jährigen Gedenken an die Reichspogromnacht das Twitterprojekt @9Nov38 gestartet, das um 75 Jahre versetzt die Ereignisse rund um dieses schreckliche Geschehen nochmal in Erinnerung rief. Einer der Kommentatoren damals meinte:
” Habe schon mehr als einmal schlucken müssen. Geschichte ist plötzlich so nah, so real, so unfassbar brutal. Eine grossartige Idee, twitter auf diese Weise zu nutzen. Stolpersteine in der timeline. Es wirkt.”
Neben anderen Auszeichnungen erhielt das Team einen ersten Preis beim “Nachwuchspreis dpa news talent 2014″

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Einräumen in Züssow

Im November haben wir hier vom Einpacken der Greif-Bibliothek und des Vereinsarchivs in Travemünde berichtet. Die über 400 Umzugskartons und Möbelstücke wurden mit einem Umzugsunternehmen nach Züssow gebracht und gestern habe viele fleissige Mitglieder damit begonnen, Regale aufzubauen und Kartons auszupacken. Das Ziel ist es, die Bibliothek und das Archiv spätestens bis zur Greif-Tagung am 20. -22. Februar 2015 benutzungsbereit zu haben, denn am Freitag um 16 Uhr ist die offizielle Eröffnung geplant. Wir danken Britta und Hagen Kertscher, Hilde Stockmann, Familie Beckmann, Peter Plath, Henry Kuritz, Joachim Bärenklau und Norbert Wewezer für ihren Einsatz!

Lageplan

Lageplan Züssow, rot umrandet das Brüderhaus, Sitz der neuen Greif-Bibliothek und des Archivs, grün das Tagungshotel

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Die alte Frau von Dorne schuf Gott in seinem Zorne

Nach 140 Jahren wurde bei Erdarbeiten in Groß Boschpol – Bożepole Wielkie Kreis Lauenburg dieser erstaunlich gut erhaltene Grabstein freigelegt, er stammt von Oskar von
Dorne *29.11.1811, +24.09.1874

Grabstein Oskar von Dorne mit freundlicher Genehmigung von http://www.cmentarze.lebork.pl/

Grabstein Oskar von Dorne mit freundlicher Genehmigung von http://www.cmentarze.lebork.pl/

Im Buch Geschichte des Kreises Lauenburg in Pommern schreibt Franz Schultz 1912 zu Klein Boschpol (Bożepole Małe) : “Nach der Matrikel soll bereits 1801 Jonathan von Dorne rechtmäßiger Besitzer gewesen sein. Dieser am 15. September 1783 zu Danzig geborene Jonathan Ernst von Dorne entstammte einem alten Lübecker Patriziergeschlecht , dessen einer Zweig nach Danzig ausgewandert war. Weiterlesen

Nachlass Otto Lilienthal

Der Flugpionier Otto Lilienthal war sicher einer der bekanntesten Vorpommern.
Er wurde als Karl Wilhelm Otto Lilienthal am 23. Mai 1848 in Anklam geboren, seine Eltern waren der Kaufmann Gustav Lilienthal und seiner Frau Caroline, geb. Pohle.

Taufeintrag Otto Lilienthal, Evangelische Kirche Sankt Nikolai Anklam

Taufeintrag Otto Lilienthal, Evangelische Kirche Sankt Nikolai Anklam

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Welche Stettiner Geschäfte sind jüdisch?

 

Pommersche Zeitung vom 13. November 1938

Pommersche Zeitung vom 13. November 1938,

Quelle: http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/siehe hier

Ueberblick über die Zahl der in Pommern und in Stettin ansässigen Juden – “Parade” der Judenfirmen in der Gauhauptstadt – Viele werden schon in nächster Zeit in arischen Besitz übergehen.  

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Weihnacht – Leise rieselt das Heu

An der Rega in Greifenberg

An der Rega in Greifenberg

Mit der weihnachtlichen Geschichte “Leise rieselt das Heu”

von der CD “Dorfgeschichten aus Pommern”

gelesen von Klaus Granzow

möchten wir uns für dieses Jahr von Ihnen verabschieden und allen Lesern frohe Weihnachtsfeiertage , einen guten Jahreswechsel und ein glückliches 2015 wünschen.

 

 

Bild: “An der Rega in Greifenberg” von Hans Hartig erschienen in “Unser Pommerland” 1933

Wir danken Waltraud Schlichting für ihre Erlaubnis zur Veröffentlichung der Datei.

Familie Wehrmann

Es gibt kaum etwas, dass einen genealogischen Blogger mehr freut, als wenn sich aufgrund eines  Artikels Leser melden, die Ergänzungen und neue Daten zu einer Person beisteuern können. So ging mir das Ende 2012, als sich aufgrund meiner Veröffentlichung über Dr. Peter Wehrmann eine Enkelin meldete, die weitere Angaben und sogar Fotos aus der Familie beisteuern konnte.

Die Veröffentlichung seiner Arbeiten Friedrich der Große als Kolonisator in Pommern; Teil 1 (jetzt auch mit Karte),  Friedrich der Große als Kolonisator in Pommern; Teil 2 sowie Kloster Kolbatz und die Germanisierung Pommerns; Teil 1 möchte ich jetzt zum Anlass nehmen, mehr über diese Familie zu berichten.

“In dem Kreise der Familie Wehrmann, die aus drei Söhnen und zwei Töchtern bestand, herrschte ein Spritus familiaris, der jeden freundlich anwehte und für jeden vorbildlich war.” schreibt G. Lotholz in einem Nachruf auf Theodor Wehrmann, der in “Sokrates, Zeitschrift für das Gymnasialwesen” 1896 erschien.
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Rudolf Theodor Wehrmann

Der Vater, Rudolf Theodor Wehrmann *27. Juli 1819 in Väthen (heute Tangerhütte) geboren , stammt aus einer Pastorenfamilie, die mit 12 Kindern gesegnet war. Sein Vater Johann Christian Theodor W. (1777-1847) oo Johanne Wilhelmine Charlotte Uderstedt (1802-1852), Pastorentochter,  war Lehrer am Pädagogium in Halle, Pfarrer in Väthen und später in Gutenswegen. Sein Großvater Friedrich Rudolf Theodor war Diakon in Tangermünde.
Unser Theodor Wehrmann besuchte das Gymnasium in Magedeburg und studierte in Halle Theologie und Philologie. Er wechselte nach Berlin, wo er auch promovierte.

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Das Große Preußische Wappen

Das Große Preußische Wappen mit 52 Wappenfeldern zeigt den Gebietsstand Preußens von 1866 und wird immer eingerahmt von einem Wappenmantel/Wappenzelt aus rotem Hermelin. Zwei „wilde Männer“ , halbnackt und bärtig, rechts und links fungieren als Schildhalter und Fahnenträger. Ebenso sind ein leerer Helm und mehrere Kronen abgebildet. Was hat das alles zu bedeuten?

Das große Preußische Wappen

Das große Preußische Wappen

Einen sehr informativen Vortrag, der weit über die Erklärung des Wappens hinausreicht und zu einem lehrreichen Kurzlehrgang in Heraldik wird, hat der Historiker Prof. Dr. Klaus Krüger von der Universität Halle-Wittenberg gehalten. Der Vortrag wurde jetzt als Video bei L.I.S.A., dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung veröffentlicht und ist sehr zu empfehlen. Sie finden in auf dieser Internetseite:

Wappen und Werden. Die Geschichte Brandenburg-Preußens im Spiegel der Heraldik

Im Vortrag wird als empfehlenswerte Literatur erwähnt:
Werkzeug des Historikers. Eine Einführung in die historischen Hilfswissenschaften (= Urban-Bücher 33, ISSN 995319-x). Kohlhammer, Stuttgart 1958 (zahlreiche Auflagen) von Ahasver von Brandt

Mehr zum großen Preußischen Wappen: (online als DJVU)
Das grosse königlich preussische Wappen
Schmidt, H,; Breslau 1877