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Der ehemalige Friedhof in Kublank

Unter dem Hashtag #LapidariumwKobylance
protestieren Bewohner des Ortes Kublank / Kobylanka im früheren Kreis Greifenhagen gegen die Pläne der Gemeinde, den ehemaligen deutschen Friedhof, auf dem noch viele gusseiserne Grabkreuze und Grabumrandungen erhalten sind, abzubauen, die polnischen Toten zu exhumieren, das Gelände einzuebnen und das Land in einen öffentlichen Park umzuwandeln. 

Auf einem Video von 2011 und auf einer Webseite kann man den Zustand der Anlage sehen. Die jüngsten Aufnahmen auf wikipedia stammen aus 2014. https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Lapidarium_in_Kobylanka

Friedhof Kublank By Koefbac (Own work) [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Das Grundstück liegt an einer befahrenen zentralen Kreuzung nahe der Kirche von Kublank.

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Der Max-Stein

Rebecca Lutter war eine 1930 in Stolp geborene Schriftstellerin und Dichterin, die in mehreren Büchern ihrer Liebe zu Pommern Ausdruck gab. Aus dem Buch „Von hellen und von dunklen Tagen”, 2006, stammt die Geschichte vom Max-Stein, die auch im Stolper Heft 2014 veröffentlicht wurde.

Der Max-Stein

Der Max-Stein, Foto H. Schardin-Liedtke

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Fernwehforschung in Pommern

Altes Radfahrerwissen in Zeitungen finden

Wir freuen uns sehr über diesen Gastbeitrag von Jens Bemme, der auf die Digitalisierung der Norddeutschen Radsportzeitung  aufmerksam macht, die auch für Familienforscher wegen der Vielzahl an erwähnten Namen nicht uninteressant ist.

Radsportzeitung

Kopf der Norddeutschen Radsportzeitung

Die Norddeutsche Radsport-Zeitung wurde kürzlich in der UB Greifswald digitalisiert. Ab 1. Juli 1900 erschien die Zeitung jeden Donnerstag in Wollin als „amtliches Organ für den Gau 27 (Stettin) des Deutschen Radfahrer-Bunds sowie zahlreicher anderer Radfahrer-Vereinigungen“. Mit dem „Prosit Neujahr“ wird die Zeitung am 28. Dezember 1901 eingestellt.
Auffällig ist: Bis 30. August 1899 stand der „Pommer. R.F. Verband“ mit seinem Logo im Titel der Zeitung „Radlerin“, später: „Radlerin und Radler“ aus Berlin. Ab 15. September 1899 fehlt es dort. Ein Jahr später startet im Gau 27 die Norddeutsche Radsport-Zeitung. Ist das ein Zufall?
Was wissen wir über den Pommerschen Radfahrer-Verband? 1897 ist der im Jahrbuch der deutschen Radfahrer-Vereine im Abschnitt „Diverse Verbände“ nicht aufgeführt – dafür die „Vereinigung Mecklenburger Radfahrer von 1886“ und andere norddeutsche Verbände in Schleswig-Holstein, Hamburg und Lübeck. Weiterlesen

Pommersches online bei familysearch

Zeitgleich mit der Ankündigung, daß ab 1.9.2017 keine Mikrofilme mehr in die Forschungsstellen der LDS bestellt werden können, hat die Kirche begonnen, auf der Seite Familysearch vermehrt online zugängliche Unterlagen einzustellen. Solche Unterlagen werden mit einem kleinen Kamera-symbol gekennzeichnet.

Leider sind etliche dieser Unterlagen zwar digitalisiert, lassen sich aber nur in Forschungsstellen der LDS-Kirche aufrufen. Das betrifft für unseren Forschungsbereich vorwiegend Unterlagen aus den polnischen Archiven (die ja dort meist schon online stehen). Danilo Beiersdorf hat eine Liste von frei verfügbaren Unterlagen zusammengestellt, die in unsere Datenbank einfließen werden. Bis es soweit ist, können Sie hier schon mal hereinschauen. Es handelt sich um viele jüdische Unterlagen, aber auch viele Kirchenbücher und ein Sippenbuch sind erfreulicherweise dabei. Bitte melden Sie uns gerne, wenn sie Ergänzungen finden: quellen@pommerscher-greif.de

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Keine Mikrofilme mehr in den Forschungsstellen der LDS

Es scheint, dass eine Ära der  Familienforschung dem Ende zugeht, ab 1. September 2017 wird der Versand von Mikrofilmen in die Forschungsstellen der LDS eingestellt werden.

Die Zeiten der Mikrofilmlesegeräte enden.
Quelle DHI https://www.flickr.com/photos/114359508@N08/14010616288 CC-BY-2.0 https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

Die offizielle Mitteilung der LDS schreibt dazu:

• Über 1,5 Millionen Mikrofilme (etwa 1,5 Milliarden Aufnahmen) wurden von FamilySearch digitalisiert, einschließlich der ausgehend von Mikrofilmleihverzeichnissen in aller Welt am meisten angeforderten Sammlungen. Weiterlesen

Der Untergang der Amazone – Teil 2

Auch zur Rekonstruktion der Liste der Seeleute, die mit der Korvette Amazone 1861 untergegangen sind, gibt es eine erfreuliche Ergänzung.

Einem Hinweis der Illustrierten Zeitung zufolge war ein Liste aller Toten im Preussischen Staatsanzeiger abgedruckt. Leider habe ich den entsprechenden Band nicht online gefunden und daher die online-Auskunft der Bayerischen Staatsbibliothek gefragt, in deren Bestand die übrigen Bände des Staatsanzeigers sind.

Ein Beispiel für die Wichtigkeit von Bibliotheken und fachkundigen Mitarbeitern

Bereits am Tag nach der Anfrage bekam ich folgende Antwort: Weiterlesen

Totenkronen und Haarbilder

Mit dem 1. November, Allerheiligen, wird der November eingeläutet, der in besonderem Maße zur Erinnerung an unsere Verstorbenen genutzt wird.
Erinnerungen an die Toten wurden früher nicht nur auf dem Friedhof gepflegt, sondern auch in der Kirche und zu Hause.
Totenkronen (aus Monatsblätter der Gesellschaft für pommersche Geschichte und Altertumskunde, 43. Jahrgang 1929, Seite 28) wurden in Pommern ursprünglich den unverheiratet gestorbenen Mädchen gleichsam als Ersatz der ihnen entgangenen Brautkrone gewidmet, wie ja in anderen Gegenden Jungfrauen (und Wöchnerinnen) im vollen Brautschmuck begraben wurden. Entsprechend gab man früher einem Junggesellen den üblichen  Hochzeitsschmuck mit. Dann verwischt sich der Sinn des Brauches, indem beiden Geschlechtern die Totenkrone auf den Sarg gesetzt wird. Sie wurde am Grab abgenommen und meist in der Kirche als Erinnerungszeichen aufbewahrt. Die Totenkrone erschien auch im Schnitzwerk ländlicher Denkmäler, wie z.B. bei einem Kinderepitaph aus der Kirche von Köpitz Kreis Cammin, wo Söhnlein und Töchterlein ihre Krone haben. (Diese Kirche wurde 1945 zerstört)

Totenkronen, zum Teil für Gefallene des 1. Weltkrieges in der Kirche Neukirchen, Ortsteil von Klein Belitz im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern, By An-d (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons

Totenkronen, zum Teil für Gefallene des 1. Weltkrieges in der Kirche Neukirchen, Ortsteil von Klein Belitz im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern, By An-d (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) via Wikimedia Commons

 Eine Totenkrone, die 2011 bei Grabungen an der Kirche in Groß Möllen, Mielno Kreis Köslin gefunden wurde, Bild auf: http://ekoszalin.pl/index.php/impreza/6857-Listopadowe-atrakcje-Muzeum
Erst im August wurden in Neubrandenburg bei  Grabungsarbeiten mehr als 30 Totenkronen gefunden. Weiterlesen

Vitae pomeranorum

Die auch für die Familienforschung wertvolle Sammlung von Gelegenheitsdrucken pommerscher Persönlichkeiten geht jetzt online.

Augustin von Balthasar (* 20. Mai 1701 in Greifswald; † 20. Juni 1786 ebenda) war ein deutscher Jurist und Gelehrter in Schwedisch-Pommern. Als Historiker trug er umfangreiches Material zur Geschichte Pommerns zusammen.

Augustin von Balthasar (* 20. Mai 1701 in Greifswald; † 20. Juni 1786 ebenda) war ein deutscher Jurist und Gelehrter in Schwedisch-Pommern. Als Historiker trug er umfangreiches Material zur Geschichte Pommerns zusammen. Bildquelle: Zuverläßige Nachrichten von dem gegenwärtigen Zustande der Wissenschaften. 1743, 46. T., ungez. Bl. vor S. 685. via http://idrz18.adw-goettingen.gwdg.de/portraets.html

Mit „Vitae Pomeranorum“ wird eine Sammlung von Drucken und Schriften zu Personen und Familien, überwiegend aus Pommern, aber auch aus Schweden und Mecklenburg bezeichnet, die sich im Bestand der Universitätsbibliothek Greifswald befindet. Es handelt sich dabei um sogenannte Personal- und Gelegenheitsschriften aus dem Zeitraum vom 16. bis zum 18. Jahrhundert, die besonders für die genealogische und regionale Forschung, aber auch für die Geschichte des Druckwesens von Bedeutung sind.

Diese Drucke wurden in geringen Auflagen zu besonderen Anlässen gefertigt. Die Sammlung beinhaltet Gelegenheitsdichtung und -musik zu Hochzeiten, Taufen und Trauerfeiern, mehr als 1500 Leichenpredigten, weiterhin Jubiläumsschriften, Lebensbeschreibungen und Stammtafeln. (Text aus Wikipedia)

Sicherungsverfilmung abgeschlossen

Die Universität Greifswald berichtet nun über das abgeschlossene Projekt der Verfilmung dieser wertvollen Sammlung.  „Durch Mittel des Interdisziplinären Instituts für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit der Universität Osnabrück konnte diese stark genutzte Sammlung komplett mikroverfilmt werden, so dass mit der Benutzung der Filme die Originale künftig geschont werden können.“

Zusätzlich erfreulich: Durch Mittel der Agnes-Lohmann-Stiftung werden in einem Kooperationsprojekt mit der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel die Drucke erschlossen und digitalisiert. Unter diesen Vitae sind 171 Drucke aus dem 16. Jh., 5531 aus dem 17. Jh. und 2986 aus dem 18. Jh.
In deutscher Sprache sind davon 4456 Titel, in lateinischer 4145, in schwedischer 228 und in französischer Sprache 9 Titel.

Aus pommerschen Druckorten stammen 6788 Titel. Die angesprochenen Personen sind überwiegend Persönlichkeiten aus Pommern und aus Schweden.

Die ersten 61 Titel finden sich bereits online in der neuen Sammlung „Vitae pomeranorum“ der Digitalen Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern.

Das von dem Greifswalder Bibliothekar Edmund Lange zusammengestellte Verzeichnis der dort enthaltenen Drucke ist als Ergänzungsband der Baltischen Studien 1898 erschienen und im Internetarchiv abrufbar. 1905 erschienen in den Baltischen Studien NF Band IX Ergänzungen vom gleichen Autor, diese sind als pdf abrufbar.