Sammlung Groeningianer

Gröningsches Gymnasium Stargard

Gröningsches Gymnasium Stargard

Die Welt ist ja manchmal sehr klein: Auf dem Genealogen-Tag in Altenberge kam ich mit einem Mitarbeiter des Landesarchives NRW ins Gespräch, wir kamen von der Causa Stralsund auf Pommern im Allgemeinen zu sprechen und er erzählte, das er ein Findbuch erstellt habe über den Nachlass der  ”Vereinigung ehemaliger Gröningianer”. Das interessierte mich, denn wer kommt schon auf die Idee, dass so etwas in Münster im Archiv zu finden ist?

Inzwischen hatte ich Gelegenheit, dieses Findbuch einzusehen und kann jedem an der Geschichte dieser Schule interessiertem nur raten, sich diesen Bestand in Münster anzusehen. Neben den zu erwartenden Vereinsunterlagen enthält die Sammlung viele Abschriften alter Urkunden, Mitteilungen über Lehrer und Schüler, (komplette?) Schulprogramme, Fotos und auch Material über andere Schulen und deren Vereine:  Greifenberger Gymnasium, Vereinigung Ehemalige Kaiserin-Auguste-Viktoria Schule Stettin , Bund ehemaliger Schülerinnen der Königin-Luise-Schule zu Stargard/Pommern und Vereinigung ehemaliger Oberrealschüler zu Stargard. Fragen zum Findbuch können sie gerne hier in den Kommentaren stellen. Weiterlesen

Kleines Update aus Stralsund

Holger Roggelin und Bernhard Kunkel von der Stadt Stralsund

Holger Roggelin und Burkhard Kunkel von der Stadt Stralsund

Die “Causa Stralsund” ist immer noch im Fokus des öffentlichen Interesses. Klaus Graf  hat einen ausführlichen Artikel  mit einer Zusammenfassung der Ereignisse bei Libreas veröffentlicht : “Lehren aus der Causa Stralsund: Mehr Schutz für historische Bestände”, der Erfolg der Petition wird oft zitiert und als Beispiel genannt – wobei man den Eindruck hat, dass sich inzwischen ein Petitionswelle über die Bürger ergießt  Ich habe gerade sogar eine mir völlig unbekannte Petition zum Thema Stralsund gefunden, die aber null Unterstützer hatte.

In Stralsund selber ist die Stelle des Leiters des Stadtarchivs neu ausgeschrieben  wobei ich mich besonders über die Forderung “Latinum und Kenntnisse weiterer europäischer Sprachen wie Englisch und Schwedisch sind wünschenswert” freue, die bisherigen Stelleninhaber waren nach meinen Informationen des Lateins nicht mächtig. Weiterlesen

Historische Luftbildkarten

Wollin/Westpommern Bundesarchiv, Bild 196-02153 / CC-BY-SA [CC-BY-SA-3.0-de], via Wikimedia Commons

Auf der Suche nach einem historischen Luftbild hatte ich heute sehr netten Kontakt mit einer Mitarbeiterin im Bundesarchiv in Koblenz und möchte den Tipp, von dort Luftbilder zu bestellen, gerne weitergeben.
Beim Bundesarchiv  - Bilddatenbank gibt es historische Luftbilder des Deutschen Reiches aus den 30er Jahren, die in ihrem Aufnahme-ausschnitt den Messtischblättern entsprechen. Man kann also nach dem Ortsnamen eines bekannten Messtischblattes suchen.
Wenn Sie nicht wissen, auf welchem Messtischblatt der von ihnen gesuchte Ort sich befindet, können Sie die komfortable Übersichtskarte bei der Sächsischen Landesbibliothek Dresden zur Hilfe nehmen. Weiterlesen

Martin Opitz Bibliothek

Baltische Studien aus der Abteilung Rare Bücher

Baltische Studien aus der Abteilung Rare Bücher

Gestern hatte ich die Gelegenheit im Rahmen einer Veranstaltung der AGOFF in Herne an einer Führung durch die Martin-Opitz-Bibliothek und einer kurzen Vorstellung der Aktivitäten durch den Direktor H.J. Tebarth teilzunehmen.
Diese Bibliothek beherbergt inzwischen 300 000 Titel und hat als Sammelschwerpunkt historische deutsche Ost- und Siedlungsgebiete. Viele wertvolle Sammlungen wurden inzwischen übernommen, so. z.B. die Bibliothek des Historischen Vereins für Ermland aus Münster oder das Archiv der Deutschen aus Mittelpolen und Wolhynien aus Mönchengladbach. Auch die Vereinsbibliothek der AGOFF ist hier einsortiert, zudem befindet sich auch das Vereinsarchiv dieses Vereins in den Kellerräumen.
Dr. Tebarth berichtete in seinem einführenden Vortrag über die finanzielle Ausstattung der Bibliothek, die heute von der Stadt Herne und zu ca. 70 Prozent vom Bund unterstütz wird. Viele Maßnahmen können nur durch das Akquirieren von Projektgeldern durchgeführt werden. Weiterlesen

Stellungnahme der Stadt Stralsund

Rathaus Stralsund Foto softeis  <a title="cc-by-sa" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target="_blank">cc-by-sa</a> via commons.wikimedia.org

Rathaus Stralsund Foto softeis cc-by-sa via commons.wikimedia.org

Die Online-Petition “Rettet die Stralsunder Archivbibliothek ” wurde über den Jahreswechsel 2012/13 von 3682 empörten Menschen unterschrieben, die gegen den Ausverkauf von Kulturgut durch die Stadt Stralsund bzw. deren Archivpersonal protestieren wollten.
Noch während der Laufzeit der Petition, die auch durch unseren Verein tatkräftig unterstützt wurde, begannen erste Rettungsmaßnahmen.
Zur Historie des Ganzen finden Sie in diesem Blog unter dem Stichwort “Stralsund” viele Beiträge.
Inzwischen liegt die offizielle Antwort der Stadt Stralsund an den Initiator Philipp Maaß auf die Überreichung der Petition vor, Sie können sie im vollen Wortlaut unten lesen. Weiterlesen

Stolper Bernsteinbär auf Reisen

Das Stolper Bernsteinbärchen (Foto Muzeum Narodowe Szczecin, Grzegorz Solecki)

Das Stolper Bernsteinbärchen (Foto Muzeum Narodowe Szczecin, Grzegorz Solecki)

Der Stolper Bär ist eine knapp 10 cm große Figur aus Bernstein, die im Jahr 1887 in einem Torfmoor in der Umgebung von Stolp gefunden wurde. Es handelt sich nach wissenschaftlicher Einschätzung wohl um das Amulett eines Bärenjägers und stammt aus der Steinzeit. Somit war der Bär das älteste archäologische Fundstück der Gegend. Der Figur wurden glücksbringende Eigenschaften zugesprochen und sie wurde zum Talisman in der Stadt Stolp. Überall gab es Kopien zu kaufen. Das Original wurde im Stettiner Museum aufbewahrt. Während der Kriegswirren des Jahres 1944 wurde eine große Anzahl von Exponaten aus dem Stettiner Provinzialmuseum vorsorglich nach Stralsund in das Kulturhistorische Museum ausgelagert, um so den Schutz der Stücke zu gewährleisten. Der Bär galt lange Zeit als verloren aber 2008 wurden dann Original und die Kopie aus Stralsund  im Austausch mit vorpommerschen archäologischen Fundstücken wieder an das Museum in Stettin abgegeben. Unter dem Titel “Zaginione – Ocalone. Szczecińska kolekcja starożytności pomorskich” (“Verloren – gerettet – Pommersche Altertümer aus dem Museum in Stettin”) werden das Bärchen und andere Exponate derzeit bis zum 8.September 2013 im Archäologischen Museum in Warschau ausgestellt.  Die Ausstellungen ist an über 70 Standorten in Polen geplant.

Link: Die Glücksbärchensage von Slupsk
Bericht über die Ausstellung (polnisch)

ergänzt: Das Bärchen zum Bewegen und Ausmessen

 

Der Großvater von Angela Merkel

Geburtsurkunde Ludwig Marian Kazmierczak,  24. Oktober 1896

Geburtsurkunde Ludwig Marian Kazmierczak, 24. Oktober 1896

Das folgende hat jetzt nichts mit Pommern zu tun, aber mit Familienforschung, die ja auch ganz lebendig und brandaktuell sein kann. Seit kurzem überschlagen sich die Zeitungen mit  Angaben aus einer neuen Biographie über Angela Merkel. So berichtet u.a. die Süddeutsche Zeitung über den  Großvater aus Posen, der nach Umzug  nach Berlin seinen Namen von Kazmierczak zu Kasner umbenannt habe. Da ja seit kurzem polnische Unterlagen online sind, wurde in manchen Familienforscherforen auch schon gesucht, aber der Name Kazmierczak war einfach zu häufig in Posen. Kein Hindernis für die Posener Archivare: Sie haben alles mögliche an Unterlagen zu Ludwig, dem Großvater und seinen Eltern gefunden und veröffentlicht. So können wir hier jetzt die Geburtsurkunde des Großvaters unserer Bundeskanzlerin bewundern. Und eigentlich nur staunen, was außer Personenstandsurkunden in einem Archiv so alles zu finden sein kann. Und wie sich sogar aus Urkunden ein Bild eines Menschen formen lässt. Das lässt uns doch wieder für die eigenen Familienforschung hoffen und gibt hoffentlich Auftrieb gerade für die Forschung in Pommern, wo leider so viele “Primärquellen” unwiederbringlich verloren sind.

Besuchen sie unbedingt die Seite des Posener Archivs und schauen sie sich die Quellen an!  Dziękuję bardzo, Archiwum Państwowe w Poznaniu

Kirchenbücher und Standesamtunterlagen in Polen online!

Ein  großartige Mitteilung für alle Familienforscher in den polnischen Regionen: die Polnischen Staatsarchive sind mit über 5 Millionen Scans von Kirchenbüchern und Standesamtregistern online gegangen!  Ich wiederhole hier, was ich eben auf unserer Webseite veröffentlicht habe:

Achtung Update am Ende des Artikels

Screenshot Archivsammlungen im Internet

Screenshot Archivsammlungen im Internet

Am 6.3.2013 wird während der Konferenz “Archive in der digitalen Welt” die neue Suchplattform der polnischen Archive vorgestellt. Diese Information findet sich auf der Seite des polnischen Kulturministeriums. Die Seite ist aber jetzt bereits zugänglich: Weiterlesen