Kirchenbibliothek Loitz

Kurzmitteilung

Kirchenbibliothek Loitz

Herzogin Sophie Hedwig von Pommern stiftete 1611 die historische Kirchenbibliothek in Loitz. Derzeit wird diese Sammlung von Dr. Kruse, einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel erforscht. Ihr Spezialgebiet ist die Bucharchäologie.

http://aetherfluegelundpflasterstiefel.blogspot.de/2017/02/kirchliche-schatze.html

Der elektronische Lesesaal der Martin-Opitz-Bibliothek

Beispiel von Literatur über Pommern im elektronischen Lesesaal

Beispiel von Literatur über Pommern im elektronischen Lesesaal

Die Martin-Opitz-Bibliothek ist bekannt für die verschiedenen Bestände zu den historischen preußischen Ostprovinzen (Pommern, Ost/Westpreußen, Schlesien), weniger bekannt jedoch ist der elektronische Lesesaal.

Über die Bestände und die Benutzung der Martin-Opitz-Bibliothek hat Margret Ott bereits 2013 hier in unserem Blog berichtet, ich möchte mit diesem Artikel nun näher auf den elektronischen Lesesaal eingehen.

Der elektronische Lesesaal ist über eine Java Anwendung erreichbar, frei einsehbare Digitalisate sind auch ohne Java-Anwendung zugänglich. Auf den Seiten der MOB gibt es eine Auswahl an Sammlungen, die über eine direkte Schnittstelle aufrufbar ist: http://martin-opitz-bibliothek.de/de/sammlungen/digitale-sammlungen

Erforderlich ist zur Ausführung über die Java Anwendung eine aktuelle Java Version, welche kostenlos unter Java.com heruntergeladen und installiert werden kann.

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Der Christbaum der Himmelslichter

Weihnachtskizze von Erich Murawski, Stettin

Aus: Heimatkalender für den Kreis Pyritz 1933

Lütt-Fieken, gedrungen, flachshaarig und pausbäckig, klapperte mit dem ganzen Übermut ihrer 7 Jahre auf ihren Holzpantinen aus der Dorfschule heimwärts, indes der winterliche Seewind ihr den grauen Wollschal immer wieder um die Ohren schlug, den Großmutting der ungeberdigen Kleinen jeden Morgen umzwang.

Die Augen tränten etwas in dem scharfen Ost, der Backen und Nase glühen und blühen ließ, aber in diesen Kinderaugen barg sich heute eine große Neuigkeit, denn zum ersten Male in ihrem Leben hatte die kleine Deern vom Lehrer beim heutigen Schulschluss vor Weihnachten die ewig schöne Weihnachtsgeschichte von der Gnadengeburt des Herrn vernommen. Und nun trappelte Lütt-Fieken ungeduldig heimwärts, um ihre neue Weisheit bei den alten Großeltern anzubringen, denn Vater und Mutter waren schon lange tot.

Der Wind jaulte und sprang bald hier, bald dort um eine Hausecke dem Kind spielerisch entgegen. Die See rauschte und sang vom Strand herauf. Durch die dunkelgrünen Kiefernpelze ringsum das Fischerdorf fuhr von Zeit zu Zeit ein demütiges Beben. Und einen tief herabhängenden, grau buschiger Wolkendrache hatte sich bereits seit vielen Tagen am Himmel eingenistet und all das schöne Blau gierig in sich gefressen.

Kaum daheim angekommen, haspelte Lütt-Fieken vor den beiden, sich erstaunt gebenden Alten mit wichtiger Miene die neue alte Mär heraus.”Unn”, fügte sie hinzu, “unn denn hätt de Lehrer seggt, wenn de Kinners all orig bliewen, dunn war de leiw Herrgott up de hillige Nacht den groten Winachtsboom rutsetten mit veel dusend lütte Lüchten an’n Heben!” Und in gläubiger Erwartung strahlten schon jetzt ihre großen blauen Augensterne.

Doch bis dahin war noch einige Tage Zeit, und es hielt manchmal schwer, den guten Vorsatz zum bravbleiben in der ungebundenen Ferienfreude aufrechtzuerhalten. Aber Fieken wollte doch gar zu gern in der Weihenacht den prächtigen Wunderbaum des Herrn am Himmel sehen und führte sich demzufolge musterhaft, half auch Großmutting, wo sie nur konnte.

Lütt Fieken

Lütt Fieken
Heimatkalender Pyritz 1933

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Familiengeschichte digital

Wissen Sie schon… dass sie auf unseren Literaturseiten z.b. ein große Sammlung von digitalisierter Literatur zum Thema Familien-und Personengeschichte finden von A(rndt) bis Z(aum) ? Nicht nur von adeligen Familien. Ergänzungen nehmen wir gerne an 🙂
http://pommerscher-greif.de/literatur/articles/familiengeschichte.html

Jan Koneffke

Ein wichtiges Buch zum Thema „Eltern die Schreckliches erlebt haben und nicht darüber sprechen“, ist „Ein Sonntagskind“ von Jan Koneffke, für das der Autor jetzt den Uwe-Johnson-Preis erhielt. Er schreibt über seinen Vater Gernot Koneffke (* 28. August 1927 in Lauenburg, Landkreis Lauenburg i. Pom.; † 17. März 2008). Der erste erfolgreiche Roman von J. Koneffke handelt in Pommern: „Eine nie vergessene Geschichte“, ein Panorama vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zu Kriegsende und Flucht 1945. Felix Kannmacher wächst mit drei Brüdern im Ostseestädtchen Freiwalde auf. (=Rügenwalde) http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/nordmagazin/Jan-Koneffke-erhaelt-Uwe-Johnson-Preis,nordmagazin37962.html

Neue Suchfunktion

Großartig! Über eine zuschaltbare Funktion können jetzt über 440.000 urheberrechtsfreie Titel aus dem Bestand der Bayerische Staatsbibliothek auch im Volltext durchsucht und zur Lektüre angezeigt werden. Es handelt sich um Bücher und Zeitschriften aus dem 19. Jahrhundert.
Dabei z.B. das Amtsblatt der preußischen Regierung Köslin digital 1821 – 1876 u.v.m. Natürlich gibt es bei den alten Schrifttypen viel OCR-Fehler, aber da man das Ergebnis in einem Vorschaufenster sieht, kann man schon vorab entscheiden, ob es vielleicht lohnend ist, den Treffer weiter zu untersuchen.

https://opacplus.bsb-muenchen.de/metaopac/start.do

Vitae pomeranorum

Die auch für die Familienforschung wertvolle Sammlung von Gelegenheitsdrucken pommerscher Persönlichkeiten geht jetzt online.

Augustin von Balthasar (* 20. Mai 1701 in Greifswald; † 20. Juni 1786 ebenda) war ein deutscher Jurist und Gelehrter in Schwedisch-Pommern. Als Historiker trug er umfangreiches Material zur Geschichte Pommerns zusammen.

Augustin von Balthasar (* 20. Mai 1701 in Greifswald; † 20. Juni 1786 ebenda) war ein deutscher Jurist und Gelehrter in Schwedisch-Pommern. Als Historiker trug er umfangreiches Material zur Geschichte Pommerns zusammen. Bildquelle: Zuverläßige Nachrichten von dem gegenwärtigen Zustande der Wissenschaften. 1743, 46. T., ungez. Bl. vor S. 685. via http://idrz18.adw-goettingen.gwdg.de/portraets.html

Mit „Vitae Pomeranorum“ wird eine Sammlung von Drucken und Schriften zu Personen und Familien, überwiegend aus Pommern, aber auch aus Schweden und Mecklenburg bezeichnet, die sich im Bestand der Universitätsbibliothek Greifswald befindet. Es handelt sich dabei um sogenannte Personal- und Gelegenheitsschriften aus dem Zeitraum vom 16. bis zum 18. Jahrhundert, die besonders für die genealogische und regionale Forschung, aber auch für die Geschichte des Druckwesens von Bedeutung sind.

Diese Drucke wurden in geringen Auflagen zu besonderen Anlässen gefertigt. Die Sammlung beinhaltet Gelegenheitsdichtung und -musik zu Hochzeiten, Taufen und Trauerfeiern, mehr als 1500 Leichenpredigten, weiterhin Jubiläumsschriften, Lebensbeschreibungen und Stammtafeln. (Text aus Wikipedia)

Sicherungsverfilmung abgeschlossen

Die Universität Greifswald berichtet nun über das abgeschlossene Projekt der Verfilmung dieser wertvollen Sammlung.  „Durch Mittel des Interdisziplinären Instituts für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit der Universität Osnabrück konnte diese stark genutzte Sammlung komplett mikroverfilmt werden, so dass mit der Benutzung der Filme die Originale künftig geschont werden können.“

Zusätzlich erfreulich: Durch Mittel der Agnes-Lohmann-Stiftung werden in einem Kooperationsprojekt mit der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel die Drucke erschlossen und digitalisiert. Unter diesen Vitae sind 171 Drucke aus dem 16. Jh., 5531 aus dem 17. Jh. und 2986 aus dem 18. Jh.
In deutscher Sprache sind davon 4456 Titel, in lateinischer 4145, in schwedischer 228 und in französischer Sprache 9 Titel.

Aus pommerschen Druckorten stammen 6788 Titel. Die angesprochenen Personen sind überwiegend Persönlichkeiten aus Pommern und aus Schweden.

Die ersten 61 Titel finden sich bereits online in der neuen Sammlung „Vitae pomeranorum“ der Digitalen Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern.

Das von dem Greifswalder Bibliothekar Edmund Lange zusammengestellte Verzeichnis der dort enthaltenen Drucke ist als Ergänzungsband der Baltischen Studien 1898 erschienen und im Internetarchiv abrufbar. 1905 erschienen in den Baltischen Studien NF Band IX Ergänzungen vom gleichen Autor, diese sind als pdf abrufbar.

 

Neues aus der Bibliothek des Pommerschen Greif in Züssow

Britta und Hagen Kertscher, die ehrenamtlichen Betreuer der Bibliothek und des Archivs unseres Vereins in Züssow, berichten aus ihrer Arbeit:

Für dieses Jahr ist in der Bibliothek die weitere Zusammenlegung der beiden derzeit noch in unterschiedlichen Regalen stehenden Bestände der Greif Bibliothek und der ehemaligen Bibliothek der Ostseeakademie geplant. Gleichzeitig werden dabei die Doubletten konsequent aussortiert. Damit verbunden wird an einer Zusammenstellung der aussortierten Bücher gearbeitet, damit diese Bücher zuerst den Vereinsmitgliedern z.B. zum Kauf angeboten werden können. Zeitgleich läuft die Erfassung der neuen Bücher, Zeitungen und Zeitschriften aus Nachlässen und Spenden.

Bibliotheksraum

Bibliotheksraum

Um den nötigen Stellplatz in den Regalen für alle Bücher im großen Raum zu schaffen,  werden die Zeitungen und Zeitschriften in einem zur Bibliothek gehörenden Zeitungsarchiv (die vorderen Regale im 2. Raum) aufgestellt. Dieser Teil wird dann nur noch in unserem Beisein zugänglich sein, da gerade die älteren Zeitungen und Zeitschriften recht empfindlich sind. Damit sind wir dann auch schon bei einem allgemeinen Problem : bisher erfolgte die Aufbewahrung stehend ungeachtet des Füllgrades der Kartons. In Zukunft soll die Lagerung liegend und wenn möglich in ungefalztem Zustand erfolgen. In einem weiteren Schritt müssen die evtl. zum Heften verwendeten Metallklammern wegen der Rostflecken entfernt oder durch spezielle Klammern ersetzt werden. Weiterlesen