Die vermisste Großtante

Als ich im Familysearch Center in Pinneberg war, habe ich wie hier bereits berichtet, nach meinen Vorfahren geforscht.

Ich habe auch einige Nebenlinien aufgeschrieben, die ich auch in meinen Stammbaum einfügte.

Eine Linie davon hat mich besonders interessiert.

Es geht um: Brigitta Pospiech.

Taufeintrag

Taufeintrag

Brigitta ist am 09. Januar 1940 in dem kleinen Dorf Knispel, im Kreis Leobschütz (Heute: Powiat Głubczycki ) geboren.

Ihre Eltern hießen Emanuel Pospiech und Marie Pospiech, geb. Galetzka.

Emanuel war der Sohn von Franz Pospiech, meinem Ururgroßvater.

Er war, so wie mein Urgroßvater Johann Pospiech auch, in der NSDAP. Er war Unteroffizier.

Emanuel Pospiech wurde am 18.03.1942 in Schabelkowka, Ukraine, als Vermisst gemeldet.

Somit hatte Brigitta nur 2 Jahre lang ihren Vater kennengelernt.

Mich interessierte dies sehr, da ich schon, als ich die Vermisstenmeldung las, hoffte, dass Brigitta es wenigstens mit ihrer Mutter geschafft hatte, zu fliehen.

Als ich dies einigen anderen Genealogen erzählte, gaben Sie mir den Tipp, mich an den Kirchlichen Suchdienst zu wenden, also tat ich das auch.

Am 19.11.2012 ging ich auf die Homepage des Kirchlichen Suchdienst: http://www.kirchlicher-suchdienst.de/ und schaute mich erstmal um.

Ich entdeckte den Menüpunkt: „Personensuche“ und klickte auf „Anfrage starten“.

Zunächst erschienen einige Felder wie: Vorname, Nachname, Wohnort des Vermissten, Hintergrundinformationen, Geburtsdaten,.. dann noch Felder wie: Verwandtschaftsverhältnis, welches Betreuungsgebiet, weitere Angaben, etc..

Als ich diese Felder ausfüllte und die Anfrage verschickte, wurde mir erfolgreich die Meldung angezeigt, dass die Daten übermittelt wurden.

Jetzt hieß es warten.

Am 22.11.2012, also 3 Tage später, bekam ich schon einen Brief, wo ich eine Erklärung unterzeichnen sollte, dass ich alle Angaben die ich gemacht habe/machen werde für richtig angegeben habe und nur private Interessen verfolge.

Ich schickte die unterschriebene Erklärung per Fax wieder zurück.

Jetzt hieß es wieder warten.

Am 08.11.2012 8.01.2013, 47 Tage später, erhielt ich wieder per Brief eine Antwort.

( Wahrscheinlich hätte ich schon früher die Antwort bekommen, aber die Antwort erfolgte wohl später, da auch Festtage waren.)

Antwort

Antwort

Brigitta Pospiech konnte gefunden werden!

Mir wurde mitgeteilt, dass die Forschungen erfolgreich waren und Brigitta aufgespürt wurde.

Leider verstarb sie am 18.02.1985, jedoch ist jetzt endlich klar, dass Sie die Flucht (mit ihrer Mutter) geschafft hatte!

Zudem gibt es anscheinend noch Familienangehörige, die vielleicht noch Informationen für mich haben!

Ich schrieb ein Antwortschreiben, wo ich darum bat, dass ich Kontakt zu den Angehörigen herstellen möchte, vielleicht wissen sie noch etwas über die Eltern, oder wie die Flucht abgelaufen ist..

Ich schickte das Schreiben per Fax wieder nach Stuttgart, zur Suchdienstzentrale hin.

Jetzt heißt es wieder warten.

Ich hoffe, dass die Familienangehörigen auch Kontakt zu mir aufbauen möchten.

Falls Sie dies tuen, werde ich euch natürlich informieren!

Ich möchte mich gerne beim Kirchlichen Suchdienst bedanken, dass sie kostenlos solche Suchen anbieten und wirklich Menschen wieder miteinander verbinden.

Zudem helfen Sie einem bei der Ahnen-und Familienforschung, helfen bei der Ergänzung des Stammbaums, ermitteln Erben und bieten sogar die Möglichkeit an, dass man mögliche Feldpostbriefe von den Vorfahren bekommen kann!

Im Archiv des Kirchlichen Suchdienstes befinden sich Feldpostbriefe bzw. Kriegsgefangenenpost, die nach dem Heimatort des Empfängers sortiert sind.

Auf der Homepage kann man eine Anfrage senden, wo man die Absender und Empfängerdaten ausfüllt, welches Betreuungsgebiet dies ist und wie der Suchdienst zurück antworten kann.

Ich kann es euch nur empfehlen, falls ihr nicht weiterkommt, mal den Kirchlichen Suchdienst zu fragen.

Falls ich etwas Neues zu Berichten habe, werde ich dies hier natürlich tun :-D

Liebe Grüße,

David Krüger

3 Gedanken zu “Die vermisste Großtante

  1. Das war ein für mich nützlicher Beitrag. Ich werde nach Feldpost meines vermissten Vaters suchen, wobei ich die Wohnorte nennen werde, die meine Mutter wegen des Bombenkriegs über Berlin mit uns Kindern aufgesucht hatte. Einen Dank dem Schreiber.

  2. David hat sich vertippt, die Antwort kam am 8.1.2013. Danke für den Hinweis !
    M.Ott

  3. Hallo David,
    irgentwas stimmt mit den angegebenen Daten nicht.
    Am 22.11.2012 erhältst Du den ersten Brief vom Suchdienst und nach Deiner Antwort bekommst Du 47 Tage später, am 8.11. -also 2 Wochen vor dem ersten Brief- die Auskunft??
    Freundliche Grüße, Wilfried.

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