Lungwurst-Essen bei den Pommern

Kurzmitteilung

Lungwurst-Essen

Laut Wikipedia ist Kohlwurst, Lungenwurst oder Lungwurst eine einfache, kräftig geräucherte Rohwurst aus Lunge, Schweinefleisch und Fett, die meist gekocht zu Kohlgerichten gegessen wird. Sie ist vor allem in der nordostdeutschen, nordwestdeutschen und schlesischen Küche bekannt.
http://www.shz.de/lokales/schleswiger-nachrichten/eine-wurst-wie-es-sie-in-schleswig-sonst-nicht-gibt-id16337756.html

Das Wandern ist des Pommern Lust

Kurzmitteilung

Das Wandern ist des Pommern Lust

„Sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen uns umschmeicheln, erwacht in uns der alte deutsche Wandertrieb und mit ihm ein Sehnen nach frischem, freudigem Wandern, ziellos, ins Blaue hinein, nur vorwärts, weiter und weiter. Die ersten Ausflüge in die Umgebung der Heimatstadt werden unternommen und die Jugend bringt den Arm voll Kätzchenzweige und den Sinn voller Unternehmungslust mit nach Hause. Die Ferien stehen vor der Tür, die rechte Zeit zum Plänemachen ist gekommen. Kehrt der Stadt den Rücken, Ihr Wanderfreudigen, und erlebt die Wunder der erwachenden Natur!“ So wurde das „Pommersche Wanderbuch“ 1913 für 1 Mark beworben 🙂 Man findet es online auf
http://zbc.ksiaznica.szczecin.pl/dlibra/doccontent?id=259

5. Rügener Wanderfrühling ab 21.4.2017
http://wirsindinsel.de/2017/02/27/das-wandern-ist-des-pommern-lust/

Weihnachten im Pommerlande

Zum 4. Advent

von Marie Luise Bartz aus: Unser Pommerland, 1. Jahrgang 1912-13, Nr. 2

Originalabbildung zum Artikel

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Nun zieht über der Heimat wieder herauf “die frohe heil’ge Weihnachtszeit,  Frühlingszeit im Reich der Gnade”… Adventsglocken rufen durch die klare kalte Winterluft, die wir uns im Pommernland jetzt gar nicht anders wünschen. Denn Weihnachtszeit ohne Eis und Schnee, ohne überreifte Tannen in unseren schönen Wäldern ist ja gar keine echte Festzeit. Was soll denn da aus allen Schlitt- und Schneeschuhen, aus den hübschen Schlitten mit klingenden Schellen werden, wenn sie nicht gerade jetzt, in den Weihnachtstagen probiert werden können, für die die Jugend sie sich so brennend gewünscht hat? Weiterlesen

Kulturerbe

Kurzmitteilung

Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes

Das Barther Kinderfest und das Tonnenabschlagen werden in das
bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

http://www.svz.de/regionales/mecklenburg-vorpommern/tonnenabschlagen-und-barther-kinderfest-sind-immaterielles-kulturerbe-id15560791.html

Totenkronen und Haarbilder

Mit dem 1. November, Allerheiligen, wird der November eingeläutet, der in besonderem Maße zur Erinnerung an unsere Verstorbenen genutzt wird.
Erinnerungen an die Toten wurden früher nicht nur auf dem Friedhof gepflegt, sondern auch in der Kirche und zu Hause.
Totenkronen (aus Monatsblätter der Gesellschaft für pommersche Geschichte und Altertumskunde, 43. Jahrgang 1929, Seite 28) wurden in Pommern ursprünglich den unverheiratet gestorbenen Mädchen gleichsam als Ersatz der ihnen entgangenen Brautkrone gewidmet, wie ja in anderen Gegenden Jungfrauen (und Wöchnerinnen) im vollen Brautschmuck begraben wurden. Entsprechend gab man früher einem Junggesellen den üblichen  Hochzeitsschmuck mit. Dann verwischt sich der Sinn des Brauches, indem beiden Geschlechtern die Totenkrone auf den Sarg gesetzt wird. Sie wurde am Grab abgenommen und meist in der Kirche als Erinnerungszeichen aufbewahrt. Die Totenkrone erschien auch im Schnitzwerk ländlicher Denkmäler, wie z.B. bei einem Kinderepitaph aus der Kirche von Köpitz Kreis Cammin, wo Söhnlein und Töchterlein ihre Krone haben. (Diese Kirche wurde 1945 zerstört)

Totenkronen, zum Teil für Gefallene des 1. Weltkrieges in der Kirche Neukirchen, Ortsteil von Klein Belitz im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern, By An-d (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons

Totenkronen, zum Teil für Gefallene des 1. Weltkrieges in der Kirche Neukirchen, Ortsteil von Klein Belitz im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern, By An-d (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) via Wikimedia Commons

 Eine Totenkrone, die 2011 bei Grabungen an der Kirche in Groß Möllen, Mielno Kreis Köslin gefunden wurde, Bild auf: http://ekoszalin.pl/index.php/impreza/6857-Listopadowe-atrakcje-Muzeum
Erst im August wurden in Neubrandenburg bei  Grabungsarbeiten mehr als 30 Totenkronen gefunden. Weiterlesen

Salzhütten in Freest

Schutz vor Wind und Wetter für haltbaren Hering

Artikel aus dem Nordkurier von „neuw“


Neben dem Strand lockt der Fischerhafen jährlich viele Urlauber und Touristen ins Dorf Freest am Peenestrom. Nachdem seit 25 Jahren die Zahl der Fischer in Vorpommern immer kleiner wird, findet man nur noch wenige Orte, an denen ihr emsiges Treiben aus nächster Nähe zu beobachten ist. Das Anladen des Fangs, qualmende Räucheröfen oder Netze flickende Fischer gehören zu den beliebtesten Fotomotiven. Oft trifft man Künstler, die – von der Hafenatmosphäre inspiriert -dort malen und zeichnen. Weiterlesen

Das Osterfest in Pomerode

Ostereier bemalen und Ostereier verstecken und suchen, das Stiepen und das Osterwasser holen: diese in Brasilien unbekannten Gebräuche haben sich beim Osterfest in Pomerode und Blumenau gehalten.

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Ab Gründonnerstag beginnen jeweils die Osterfestivitäten in Santa Catarina: mit dem Osterfest  in Pomerode und dem Osterdorf in Blumenau.

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Silvester – die Zwölfnächte

Fortsetzung von „Die Zwölfnächte“
aus: Karl Rosenow  in der Ostpommerschen Heimat 1934, Heft 51 und 52

Am schlimmsten ist es aber in der Silvesternacht. Beim Übergang ins neue Jahr, da ist es den Menschen bald mehr bald weniger gestattet den Schleier von der Zukunft zu lüften. Manche Leute sollen die Gabe des zweiten Gesichts haben. Wenn ein mit dieser unheilvollen Gabe behaftete am Silvesterabend nach 11 Uhr rückwärts aus der Haustür tritt, so kann er am Schornstein allerlei sehen, was im kommenden Jahre geschehen wird. Eine Wiege bedeutet die Geburt eines Kindes im Hause, ein Kranz eine Hochzeit, ein Sarg einen Todesfall. Auch beim Umgang ums Haus sieht er mancherlei Zukünftiges. Wenn er seiner eigenen Gestalt begegnet, muss er im neuen Jahre sterben.

Sylvesterbräuche in Pommern: Das Tellerschieben. Pomorze, Pomerania 1890

Orig. Holzstich: Sylvesterbräuche in Pommern: Das Tellerschieben. Pomorze, Pomerania 1890 Quelle: Ireck Andreas Litzbarski auf flickr https://flic.kr/p/isXYiU

Besonders das junge Volk möchte natürlich erfahren, was ihm im neuen Jahre bevorsteht. Der junge Mann oder das junge Mädchen hüllt sich in ein weißes Laken, nimmt in jede Hand ein brennendes Licht und tritt rücklings in ein leeres Zimmer vor einen Spiegel und ruft “Schicksal, ich rufe Dich!” Nach einer Kehrtwendung sieht man dann den Ehepart. Sieht man sich allein, bleibt man wieder unverlobt. Sieht man eine zweite weiße Gestalt, bedeutet es den Tod. Weiterlesen