Das Pastoren-S

Heute in irgendeiner Mailingliste -es könnte jede sein, weil das Problem immer wieder auftritt – die Bitte um Lesehilfe:

leihse

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Der Großvater von Angela Merkel

Geburtsurkunde Ludwig Marian Kazmierczak,  24. Oktober 1896

Geburtsurkunde Ludwig Marian Kazmierczak, 24. Oktober 1896

Das folgende hat jetzt nichts mit Pommern zu tun, aber mit Familienforschung, die ja auch ganz lebendig und brandaktuell sein kann. Seit kurzem überschlagen sich die Zeitungen mit  Angaben aus einer neuen Biographie über Angela Merkel. So berichtet u.a. die Süddeutsche Zeitung über den  Großvater aus Posen, der nach Umzug  nach Berlin seinen Namen von Kazmierczak zu Kasner umbenannt habe. Da ja seit kurzem polnische Unterlagen online sind, wurde in manchen Familienforscherforen auch schon gesucht, aber der Name Kazmierczak war einfach zu häufig in Posen. Kein Hindernis für die Posener Archivare: Sie haben alles mögliche an Unterlagen zu Ludwig, dem Großvater und seinen Eltern gefunden und veröffentlicht. So können wir hier jetzt die Geburtsurkunde des Großvaters unserer Bundeskanzlerin bewundern. Und eigentlich nur staunen, was außer Personenstandsurkunden in einem Archiv so alles zu finden sein kann. Und wie sich sogar aus Urkunden ein Bild eines Menschen formen lässt. Das lässt uns doch wieder für die eigenen Familienforschung hoffen und gibt hoffentlich Auftrieb gerade für die Forschung in Pommern, wo leider so viele “Primärquellen” unwiederbringlich verloren sind.

Besuchen sie unbedingt die Seite des Posener Archivs und schauen sie sich die Quellen an!  Dziękuję bardzo, Archiwum Państwowe w Poznaniu

Wohin ging Omas Hochzeitsreise?

Vor kurzem las ich im Blog bei Myheritage einen Artikel über den Einsatz von Google Streetmaps und der Google Bildersuche in der Ahnenforschung.  Die Möglichkeit,  Fotos vom eigenen Rechner in die Google-Suchleiste zu ziehen und sozusagen eine “Bildersuche” durchführen zu lassen, war mir zwar schon länger bekannt,  aber ich nutze sie nur für Fotos, die ich irgendwann einmal abgespeichert habe ohne die Quelle dazu zu notieren. Meist kann ich diese so nachträglich identifizieren.

Auf der Hochzeitsreise, ca 1932

Am Wochenende erhielt ich bei einem Besuch meiner Mutter ein Album geschenkt, dass Aufnahmen von der Hochzeitsreise meiner Großmutter enthielt. Wohin das glückliche Paar – er war 27 Jahre älter als sie! – gereist war, wusste meine Mutter nicht.  Mit einem der eingescannten Fotos probierte ich mal mein Glück bei google- und sieh da, mir wurde als Motiv auf der Aufnahmen der Friedenspalast  in Den Haag vorgeschlagen. Ich muss ehrlich sagen, dass andere Gebäude auf diesen Schnappschüssen  nicht erkannt wurden, aber den Palast in Den Haag konnte ich so zweifelsfrei identifizieren. Probieren sie es mal aus. Weiterlesen

Nachlese Treffen Arbeitskreis Stolper Lande

Forschertreffen Stolper Lande

Ein intensives Forschertreffen in Kassel ist vorbei und hinterlässt neben Müdigkeit vielfältige erfreuliche Eindrücke.

Zum 17. Mal trafen sich vom 26.-28-10-2012 die Familienforscher des Arbeitskreises Heimat- und Familienforschung Stolper Lande, zum dritten mal in Kassel, das für die meisten Teilnehmer wegen der zentralen Lage in Deutschland und den gut geeigneten Räumlichkeiten im DB-Zentrum als sehr geeignet empfunden wird. Weiterlesen

Ein ganzes Dorf „sortiert“ – Achim – Lkr. Verden –

Marie Renken
Unsere Schatzmeisterin war fleissig :-)

Ein ganzes Dorf mit 3978 Familien „sortiert“ – Achim – Lkr. Verden

Die Hoffnung hat sich nach 70 Jahre erfüllt

Man kann zum Internet und zum Datenschutz stehen wie man will: Dies ist eine wunderschöne Geschichte,  an der unser  altes “Forum für pommersche Familienforschung” entscheidend beteiligt war und die es ohne Internet vermutlich nie gegeben hätte.

Die Schwestern

Martha Anna Berta Grellmann bringt zwischen 1940 und 1944 in Stettin zwei Mädchen und einen Jungen zur Welt. Brigitte wird 1940 geboren, Lilli wird 1942 geboren. Es muss auch noch einen Bruder Wolfgang Grellmann gegeben haben. Die Kinder werden von ihrer Mutter zur Pflege tagsüber/abends in eine Pflegefamilie gegeben -beide Schwestern sind aber in unterschiedlichen Familien untergebracht. Das weitere Geschehen in der Kriegszeit im damaligen Stettin liegt immer noch im Dunkeln. 1944 haben sich die Ereignisse dann überschlagen. Die Sowjetarmee stand vor den Toren Stettins. Die Pflegefamilien haben die Kinder als Flüchtlinge mit in den Westen genommen. Brigitte kam in den Landkreis Gifhorn, Lilli gelangte in den Landkreis Stade. Dort wuchsen die beiden dann auf. Keiner wusste von dem anderen. Die Pflegefamilien haben in den ersten Jahren den Kindern nichts von der jeweils anderen Pflegefamilie erzählt. Angeblich wusste man von einander nichts. Brigitte hat erst zur Konfirmation erfahren, dass sie eine andere leibliche Mutter hat, sowie eine Schwester. Wo? Keiner wusste es. Weiterlesen

Pommersch-jüdisches Familiengeheimnis als Quelle für einen prämierten Film

Werbung Kaufhaus Tuchler und Neumann Stolp

Werbung Kaufhaus Tuchler und Neumann Stolp Adressbuch 1914

In der Stolp-L Mailingliste wies Heinz Timmreck auf einen Artikel in der ZEIT hin, verfasst von Arnon Goldfinger mit dem Titel
“Ihr Freund, der Feind – Nach dem Tod seiner Großeltern entdeckt unser Autor ein deutsch-jüdisches Familiengeheimnis – deren Verbindung mit einem Nationalsozialisten”

Im Nachlass der Großeltern des Autors (Kurt Tuchler * 11.12.1894 Stolp, Richter oo Gerta Lehmann *11.6.1908 ), die beide in Tel Aviv verstarben, findet der Enkel Hinweise auf eine Freundschaft mit dem SS-Offfizier Leopold von Mildenstein, während der Großvater Zionist war.

Lesen sie den kompletten Artikel in der ZEIT.

Die Familie Tuchler lässt sich in Stolp anhand der Adressbücher nachweisen, der Kaufmann Sally T., später mit seinem Sohn Georg war Mitbesitzer des Textilwarengeschäftes an der Nordseite des Marktes in Stolp, Tuchler und Neumann, später Walter Pachur. Es gab auch eine Filiale in Stolpmünde, die 1933 schliessen musste. Der Sohn Kurt studierte in Freiburg und München Recht- und Volkswirtschaftslehre und war bis 1933 erst Magistrats- und dann Amtsrichter in Berlin.  1936 emigrierte die Familie nach Israel und Kurt Tuchler wohnte bis zu seinem Tod 1978 in einer Wohnung in Tel Aviv. Weiterlesen

Oldenburgische Gesellschaft für Familienkunde


Die Oldenburgische Gesellschaft für Familienkunde stellt sich in einem kurzen Video vor. Zitate, die auch zu anderen Vereinen passen: “Gerade Familienforschung galt ja immer so als Alt-Herrenhobby” “In den letzten Jahren tauchen immer mehr junge Leute auf, die sich für Ihre Wurzeln interessieren” “Ich bin immer erstaunt, wenn jemand eine Person sucht, die 1920 geboren ist, das ist eine hochmoderne Zeit, mit der ich mich noch nie beschäftigt habe” Eine Trend, die auch uns Pommernforschern zum Glück immer öfter begegnet.