Indexierungen pommerscher Orte vor 1945

Kurzmitteilung

Auf http://www.geneteka.genealodzy.pl/ finden sich inzwischen auch einige Indexierungen pommerscher Orte vor 1945. Im Bereich zachodniopomorskie und pomorskie gibt es u.a. :
Neu Golz Golce Kreis Deutsch Krone Geburten 1860 – 1870
Karnkewitz Kreis Schlawe 1836 – 1874
Kolberg St. Nikolai Geburten 1763 – 1791, Heiraten 1762 – 1800
Kolberg WNMP= St. Marien (Domgemeinde) Heiraten 1740 – 1748 (Trauregister Kolberg bei uns als Buch http://ift.tt/1e5skrr)
Pölitz Kreis Randow Heiraten 1800 – 1835
Budow Kreis Stolp Geburten 1838 – 1859, Heiraten 1843 – 1865, Tote 1872 – 1945
Viele der Indexarbeiten sind direkt mit den Scans auf http://szukajwarchiwach.pl/ verknüpft (teilweise funktioniert die Verknüpfung aber nicht), ärgerlicherweise sind die Vornamen oft polonisiert, es gibt Leselücken und -fehler. Man muss sich also auf jeden Fall das Original ansehen!

Siebenjähriger Krieg in Kolberg

Kurzmitteilung

Siebenjähriger Krieg in Kolberg

Im siebenjährigen Krieg wurde Kolberg dreimal von russischen Truppen belagert: 1758, 1760 und 1763. Zweimal gelang erfolgreich die Verteidigung, 1763 nahmen die russischen Truppen Kolberg ein. Der Plan von Gabriel Nikolaus Raspe http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/70305013

zeigt die Situation 1760  von der auch Johann Christian Kneisel 1761 sehr anschaulich berichtet: „Denkwürdigkeiten der zweyten Rußischen Belagerung von Colberg im Jahr 1760“  http://ub-goobi-pr2.ub.uni-greifswald.de/viewer/image/PPN879901136/1/LOG_0000/

Advent – Kolberger Lande

Kurzmitteilung

Auch die Kolberger Familienforscher wünschen alles Gute zum dritten Advent:
„wir haben unsere KolbeX erneut aktualisiert, nun enthalten:
Körlin – Konfirmationen, Heiraten und Sterbefälle
Quelle: Ev. Gemeindeblätter Körlin 1927-1941
Link:

Familienforschung

Auf unserer Adventssonderseite findet Ihr heute
eine Erinnerung an die „Fritzower Weihnachtsschule“,
eine Erzählung zu den Kolberger Ratsfamilien
SCHLIEFF und ADEBAR und die Auflistung der
Gemeindevertrauensleute des Kreises Kolberg-Körlin.
Link: http://kolberg-koerlin.de/advent/  „

Neues vom Arbeitskreis Kolberger Lande

Die Kolberger Familienforscher waren wieder fleissig: „Wir haben unsere KolbeX aktualisiert, nun enthalten sind: Heiratsurkunden StA Körlin 1875-1914 (KolbeX Auswahl: Dokumente/Urkunden) Einwohnerbuch Körlin 1929 (KolbeX Auswahl: Adress-/Einwohnerbücher)

Link http://kolberg-koerlin.de/familienforschung/#suchmaske

In unserer Rubrik „Advent“ findet Ihr heute den Artikel: „12 Geschlechterfolgen auf einem Hofe“ zur Familie Finger/#Degow von F. ASMUS. Zudem ist die Namens-/Nachkriegsadressliste L-Z der vormaligen Körliner Einwohner eingestellt.

Link: http://kolberg-koerlin.de/advent/

Der Arbeitskreis „Kolberger Lande“ wünscht viel Freude beim Stöbern.“ Bild: Fachwerkhaus in Degow – Dygowo von Radosław Drożdżewski (Zwiadowca21) (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0 ], via Wikimedia Commons

Schmalspurbahnen in Hinterpommern

Der Eisenbahnfreund Friedrich List hat Fahrten mit Schmalspurbahnen in Pommern aus 1994 digitalisiert und bei YouTube hochgeladen. Mit dieser Reise in die Vergangenheit dürfte er vermutlich nicht nur Eisenbahn-Interessierten, sondern auch pommerschen Heimatfreunden einen Gefallen erwiesen haben.

Nachdem vom Abgeordnetenhaus 1892 das Preußische Kleinbahngesetz verabschiedet worden war, erbaute die Gesellschaft Lenz & Co GmbH zwischen 1894 und 1896 Strecken für fünf voneinander unabhängige Kleinbahngesellschaften in Hinterpommern.

Auch die Münchener Lokomotivfabrik Krauss & Co erbaute zwei Bahnstrecken.

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Fischersiedlungen in Schleswig-Holstein

Viele der jüngeren Familienforscher haben leider kein Wissen mehr über die Anfangsjahre ihrer Familien nach Flucht und Vertreibung. Gemessen an der Bevölkerungszahl nahm Schleswig-Holstein zwischen 1944 und 1947 die meisten Flüchtlinge und Heimatvertriebenen aus den Ostgebieten des Deutschen Reiches auf. Die Einwohnerzahl, die 1939 noch 1,6 Millionen betragen hatte, stieg bis 1949 auf 2,7 Millionen. Trotz aller Widerstände gelang ihre Unterbringung, Versorgung und Integration. Zum zweiten Advent dieser Artikel über das Schicksal pommerscher Fischerfamilien, die auf ihren Kuttern geflüchtet sind und dann von Travemünde aus wieder ihre alten Reviere befischten.

Der folgende Text stammt aus dem “Pommersches Heimatbuch 1957”

Bild aus "Pommersches Heimatbuch 1957" Bildautor Th.M.Scheerer

Bild aus „Pommersches Heimatbuch 1957“ Bildautor Th.M.Scheerer

PAUL THEODOR HOFFMANN

Von Travemünde in die heimatlichen Fanggründe

Pommern hatte in den dreißiger Jahren und früher mit mehr als der Hälfte Anteil an den jährlichen Erträgen der gesamten deutschen Ost­seefischerei. Der Verlust der Fischereihäfen an der Ostsee jenseits der Odermündung bedeutet eine herbe Einbuße. Und die Fischer von einst? Sie haben, soweit sie sich retten konnten, Unterschlupf gesucht am vor-pommerschen, mecklenburgischen oder schleswig-holsteinischen Strand. Viele blieben hängen im Bereich der Sowjetzone; sie glaubten bis fast in das Jahr 1946 hinein, sie brauchten die Lebaer, Stolpmünder, Rügen-walder oder Kolberger Erkennungszeichen an den Bordwänden ihrer Kutter nicht zu überpinseln, könnten jeden Tag die Anker lichten und Kurs in den Heimathafen nehmen. Schwer nur wollte die bittere Wahr­heit in die trotzigen Fischerschädel hinein. Weiterlesen

Zukunft braucht Herkunft

Odo Marquard 2008

Odo Marquard 2008, Bild von der Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Justus-Liebig-Universität Gießen über https://idw-online.de/de/news251496

„Zukunft braucht Herkunft“ ist der Titel eines Buches des Philosophen Odo Marquard, der am 9.Mai 2015 in Celle verstarb. Man könnte diesen Ausspruch als Sinnbild für die Familienforschung verstehen. In einem Interview der Zeitschrift „Der Spiegel“ antwortete Prof. Marquard 2003 auf die Frage, wieso Zukunft Herkunft bräuche: „Weil für zu viel Veränderung das Menschenleben zu kurz ist. Wir haben einfach nicht die Zeit, alle oder auch nur die meisten Dinge unseres Lebens neu zu regeln. Unser Tod ist stets schneller als die meisten unserer Änderungen. Weil darum die Freiheit zum Neuen begrenzt ist, müssen wir überwiegend herkömmlich leben – es bleibt dann noch die Chance, unsere Herkunftshaut neu zu verstehen und dadurch ihr gegenüber geistig frei zu werden, obwohl wir aus ihr nicht heraus können.“ „Aber das uns prägende Vergangene ist doch immer schon da – Familie, Sprache, Institutionen, Religion, Staat, Feste, Geburt, Todeserwartung –, wir entkommen ihm nicht. Wo wir anfangen, ist niemals der Anfang. Vor jedem Menschen hat es schon andere Menschen gegeben, in deren Üblichkeiten – Traditionen – jeder hineingeboren ist und an die er, Ja sagend oder negierend, anknüpfen muss. Das Neue, das wir suchen, braucht das Alte, sonst können wir das Neue auch gar nicht als solches erkennen. Ohne das Alte können wir das Neue nicht ertragen, heute schon gar nicht, weil wir in einer wandlungsbeschleunigten Welt leben.1 Weiterlesen